Predigt(en) zu Weg des Glaubens

6 Inhalte

Gespannte Einheit

Paulus sagt der Gemeinde, was sie zu tun und zu lassen hat. Es geht ihm um ganz alltägliche Dinge, die aber in der Gemeinde in Rom wohl für viele Konflikte gesorgt haben. Solche Konflikte kennen wir auch heute. Alltägliche Handlungen werden in Gemeinden und auch auf höheren Ebenen zu Problemen, die gläubige Christen spalten. Ein sehr aktuelles Beispiel in unserer weltweiten Kirche, aber auch hier in Deutschland, ist die Debatte um Homosexualität. Aber es muss nicht gleich Grundsatzentscheidungen betreffen. Andere Beispiele wären Gottesdienstzeiten oder auch die schlichte Frage, ob beim Kirchenkaffee fair gehandelter oder aber konventionell angebauter Kaffee angeboten werden soll.

Gott liebt dich jetzt!

Vers 1 unseres Predigttextes beginnt mit den schlichten Worten: Folgt nun dem Beispiel Gottes als geliebte Kinder …
Das Wort ‚folgen‘ löst gleich wieder Widerwillen in mir aus. „Willst du nun folgen!“ Endlich folgen, das zu tun, was ich dir sage! – Solche Sätze habe ich da schon noch aus meiner Kindheit im Ohr, folgsam zu sein, als veraltetes Synonym für gehorchen, artig sein.

Christus führt uns in die Weite

Die Passionszeit hat begonnen. Das Motto „Großes Herz – 7 Wochen ohne Enge“ ist doch wirklich gut. Versucht doch in den nächsten Wochen da mal bewusst bei Gesprächen mit anderen hinzuhören. Überlegt, ob es z.B. sein muss, dass ihr euch über die Fehler der anderen aufregt. Versucht, nicht mitzumachen bei den oft allzu einfachen Schuldzuweisungen. Fällt keine gnadenlose Urteile. Versucht mit weitem Herzen auf die Situation zu schauen. Versucht zu verstehen, warum der andere so ist und so gehandelt hat.

Die Freiheit zum Glauben an Gott

Nachfolge ist ein Schritt in eine unerhörte Freiheit. Eine Freiheit, die mich auch fordert, eine Freiheit für ein Leben mit Gott. Das ist das, was wir gewinnen. In jedem Fall führt der Weg der Nachfolge nicht an unserem Leben vorbei, sondern in es hinein. In ein erfülltes Leben, ein Leben, in dem ich meine innere Sesshaftigkeit verliere…

Lebe demütig, sanftmütig und langmütig!

von

Demut als eine tiefere Einsicht in die Fehlbarkeit der eigenen Person. Das heißt, ich weiß um meine Begabungen und bringe diese in die Gemeinschaft ein. Ich bin dankbar für alles, was gelingt. Aber da gibt es eben auch Grenzen bei mir, bei anderen, für uns Menschen überhaupt. Nicht alles ist machbar. Und ich mache eben auch Fehler, ich irre mich und ich bin darauf angewiesen, dass die anderen mir vergeben.